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Die häufigsten Fellprobleme beim Hund – das müssen Sie unbedingt darüber wissen

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Foto: ViktoriaSapata / depositphotos.com

Das Fell unserer Hunde spiegelt den Gesundheitszustand der Tiere wieder und genau deshalb müssen Sie auch unbedingt die Signale kennen, die für Missstände stehen. Allgemeines zur Fellkunde bei Hunden finden Sie hier. Wir sehen uns in diesem Artikel einmal genauer an, wie Sie Fellprobleme bei Hunden erkennen können.

Es gibt verschiedene Symptome, die darauf hinweisen, dass ein Problem besteht. Die wichtigsten davon und gleichzeitig auch jene, die am häufigsten auftreten, sehen wir uns nun im Detail an.

Ekzem

Hat der Hund ein Ekzem, ist das meist mit einem Nährstoffmangel verbunden. Zink und Mangan sind nämlich dafür verantwortlich, dass eine gute Wundheilung stattfinden kann. Wichtig ist dabei immer, dass der Hund mit hochwertigem Muskelfleisch versorgt wird.

Mehr dazu lesen Sie unter dem Abschnitt zu stumpfem Fell.

Haarausfall

Verliert der Hund Fell, kommt es immer ganz auf den restlichen Kontext an. Zweimal im Jahr gibt es einen Fellwechsel bei den Tieren und je nach Rasse kann das schon ganz exzessiv ausfallen, ohne dass Sie irgendwelche Bedenken haben müssen.

Besonders stark ist der Fellwechsel im Frühjahr, wenn das Winterfell verlorengeht. Grundsätzlich passiert dieser Wechsel im Zusammenhang mit Hormonen und die richten sich nach den Außentemperaturen.

Was aber nicht entstehen darf, sind kahle Stellen! Sobald das passiert, könnten Parasiten hinter dem Haarausfall stecken, dazu zählen neben Zecken und Flöhen auch Milben, Würmer und Läuse. Auch ein Hautpilz könnte die Ursache davon sein.

Wenn das der Fall ist, müssen Sie unbedingt Decken, Körbchen und dergleichen gut desinfizieren, sonst kann es schnell zu einem Rückfall kommen!

Sind gesundheitliche Gründe auszuschließen, sollten Sie darauf achten, dass auch Stress und Angst, also psychische Probleme zu starkem Fellverlust führen können.

Gut zu wissen: Auch hormonelle Veränderungen führen zu Haarausfall beim Hund! Hat es eine Kastration gegeben, liegt es also nahe, dass viel Fell umherfliegt. Auch die Flegelphase (also die Pubertät) bringt so etwas oft mit sich, bei Männchen wie auch Weibchen.

Juckreiz

Tatsächlich zeigen sich juckende Hautstellen im Fell, denn durch das viele Kratzen und teils auch Benagen, wenn er denn mit der Schnauze hinkommt, entstehen gereizte Stellen. Die Haut wird rot, erhält womöglich Ausschläge und beginnt Schäden zu zeigen.

Durch die viele mechanische Bearbeitung kommt es zur Zerstörung von Hautstellen, wodurch der Juckreiz auch weiterhin besteht. Es ist ein Teufelskreis, der nicht immer dazu führt, dass Fellverlust entsteht! Sie müssen daher immer aufmerksam beobachten, welches Verhalten der Hund zeigt.

Juckreiz kann bei Allergien auftreten, aber auch bei anderen Gesundheitsproblemen! Denn über die Haut zeigen sich Veränderungen des Organismus am häufigsten und auch am schnellsten. Bleibt ein solcher Zustand über einen Zeitraum von mehreren Tagen, sollten Sie einen Tierarzt aufsuchen!

Schuppen

Leidet Ihr Hund unter Schuppen, liegt das meist daran, dass ein falsches Shampoo verwendet wurde.

Hunde verfügen über einen anderen pH-Wert als wir Menschen, daher brauchen sie auch ein Shampoo, das sich vom durchschnittlichen unterscheidet. Andernfalls kann das schnell zu Fellproblemen führen und die zeigen sich in diesem Fall häufig durch Schuppen.

Oft ist es aber auch trockene Haut, die zu Schuppen führt. Mehr dazu lesen Sie unter dem entsprechenden Punkt weiter unten.

Stumpfes Fell

Wirkt das Fell stumpf und glanzlos, kann das an einem Nährstoffmangel liegen. Sie sollten auf hochwertiges Alleinfutter mit einem Fleischanteil von mindestens 80 % setzen. Allem voran empfehlen wir Nassfutter, alternativ auch BARF.

Hochwertiges Hundefutter erkennen Sie neben dem hohen Fleischanteil auch daran, dass auf minderwertige Nebenerzeugnisse verzichtet wird. Dazu zählen künstliche Farb- oder Konservierungsstoffe, Soja, Zucker, Getreide, Milch oder künstliche Aromastoffe. Auch eine offene Deklaration ist wichtig, sodass zum Beispiel nicht nur ein Überbegriff wie „Fleisch“ angegeben wird, sondern wirklich auf die Prozentanteile genau aufgeschlüsselt wird, welche Proteinquellen genau im Futter enthalten sind.

Generell spielt die Ernährung des Hundes die wohl größte Rolle, wenn es um seine Gesundheit geht. Die Tiere haben einen hohen Bedarf an Spurenelementen. Viele unnötige Bestandteile in gängigen Futtermitteln vermindern schlichtweg diesen relevanten Anteil. Gerade ein Mangel an Zink führt zu einer Vielzahl an Probleme, darunter eben auch sehr häufig Fellprobleme. Aber auch Mangan oder Kupfer sind zum Beispiel wesentlich für ein gesundes Hundeleben!

Trockene Haut

Wie erwähnt führt trockene Haut beim Hund häufig zu Schuppen. Das hängt nicht mit der Ernährung zusammen, sondern mit der direkten Umwelt. Etwa, weil die Raumfeuchte nicht stimmt.

Sie können dem mit einem Luftbefeuchter entgegenwirken. Trockene Haut geht übrigens auch mit Juckreiz einher und der wird dadurch sofort gelindert! Alternativ helfen auch Leinöl oder Apfelessig auf die betroffenen Hautstellen.

Wichtig ist außerdem die regelmäßige Fellpflege. Gerade bei trockener Haut und Schuppen ist es von größter Wichtigkeit, regelmäßig zu bürsten. So können sich abgestorbene Hautschuppen lösen und neues wie auch gesundes Fell problemlos nachwachsen.

Bei Welpen ist im Falle von trockener Haut besondere Achtung gefragt. Die Kleinen können dem Drang kaum widerstehen, sich Tag und Nacht zu kratzen, während ausgewachsene Hunde womöglich irgendwann eine sture Ignoranz dafür entwickeln werden. Diese ständige Bearbeitung sorgt aber für Verletzungen. Die Haut wird rissig und beginnt zu bluten.

Seltener sind auch falsches Futter und Allergien oder gar eine Pilzinfektion die Ursache hinter trockener Haut beim Hund.

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Foto: ViktoriaSapata / depositphotos.com

Wie kann man Hauterkrankungen beim Hund diagnostizieren?

Eine Abklärung erfolgt im besten Fall immer durch den Tierarzt. Dieser kann ein Blutbild machen, eine Haarprobe entnehmen oder auch einen Abstrich von Haut und Gewebe machen, um genau festzustellen, was Sache ist. Sollte Verdacht auf eine Allergie bestehen, werden in der Regel Hypersensibilitätstests durchgeführt. Auch hier kommt es meist zu Haut- und Blutuntersuchungen.

Wie behandelt man Hauterkrankungen beim Hund?

Die Behandlung richtet sich immer ganz nach der Gegebenheit. Parasiten werden zum Beispiel medikamentös oder selten auch durch Spot-Ons entfernt, während in anderen Fällen eine Futterumstellung oder eine anderweitige Therapie nötig wird.

Wichtig ist in jedem Fall, den Teufelskreis zu unterbrechen, in dem sich der Hund weiter kratzt und er so zu zusätzlichen Hautschädigungen führt. Auch hier kann der Tierarzt behilflich sein und zum Beispiel beruhigende Salben verschreiben oder Cortison spritzen, um den Juckreiz zu hemmen.

Die wichtigsten Symptome um Fellprobleme bei Hunden erkennen zu können

Werden Sie achtsam bei folgenden Symptomen:

  • Blutige und/oder nässende Wunden
  • Ekzeme und andere Infektionen
  • Hund kratzt sich ständig und übermäßig = Juckreiz
  • Rötungen an der Haut
  • Starker Fellverlust
  • Trockene und/oder schuppige Hautstellen

Wichtig: Ein häufiges Kratzen bei langhaarigen Hunden kann auch ein Anzeichen dafür sein, dass sein Fell einfach schon zu lange ist und ihn die Haare in den Ohren jucken oder ähnliches. Lesen Sie hier Tipps für die Hundepflege nach.