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Hundeshampoos – allgemeiner Ratgeber & Rezepte für die eigene Herstellung

Das regelmäßige Scheren und Bürsten des Hundefells sind enorm wichtig. Aber auch ansonsten muss das Fell gut gepflegt sein. Dies ist durch geeignete Hundeshampoos möglich. Am Ende dieses Beitrags ist noch das ein oder andere Hundeshampoo Rezept zu finden.

Hundeshampoos

Kann man normales Shampoo für das Hundefell verwenden?

Das sollte man auf jeden Fall unterlassen! Denn Shampoos für Menschen weisen einen pH-neutralen oder einen pH-Wert von 5,5 auf und sind extra für menschliche Haut gedacht.

Shampoos für Menschen haben oft ebenso einen sehr starken Geruch, der für uns zwar angenehm ist, doch die empfindliche Hundenase enorm stören würde.

Babyshampoos kommen für die häufige Anwendung ebenfalls nicht in Betracht und sollten eigentlich gar nicht beim Hund verwendet werden.

Darum ist der richtige pH-Wert des Shampoos so wichtig

Hundehaut hat einen pH-Wert im basischen Bereich von 7,4. Deswegen darf man bei ihnen auf keinen Fall ein Shampoo für Menschen verwenden. Auch Shampoos für andere Tiere, wie Pferde oder Katzen, soll man nicht anwenden, da sich deren pH-Wert der Haut von der Hundehaut ebenso unterscheidet.

Der pH-Wert der Hundeshampoos reicht von 6,0 bis 8,6. Wählt man ein Shampoo mit diesen Werten, wird der Säureschutzmantel der Hundehaut erhalten und sie wirken rückfettend.

Verwendet man Shampoos mit anderen pH-Werten, irritiert das die natürliche Hautflora und die Hautbarriere des Hundes. Weiterhin trocknet es die Haut aus, da diese dünner ist als zum Beispiel die Haut des Menschen. Das kann viele Nachwirkungen haben.

Der Unterschied von Hundehaut und Menschenhaut

Hundehaut unterscheidet sich ziemlich von der menschlichen Haut.

Die Jahreszeit bestimmt das Haarwachstum (Fellwechsel) des Hundes und Schweißdrüsen fehlen in den meisten Körperregionen.

Dadurch, dass der pH- Wert der Hundehaut 7,4 beträgt, haben sie im Gegensatz zum pH- Wert der Menschenhaut eine andere Hautflora.

Außerdem hat die Epidermis des Hundes 3 bis 5 Zellschichten, was sie dünner macht als die menschliche Oberhaut. Letztere beträgt 10 bis 15 Zellschichten. Deswegen dringen Shampoos völlig anders in die Haut der Hunde ein.

Ein Vorteil der Hundehaut ist, dass sie sich schneller regeneriert als die Haut des Menschen. Innerhalb von ungefähr drei Wochen wird sie erneuert. Die dicke Oberhaut des Menschen braucht dazu vier Wochen.

Übersicht über die verschiedenen Hundeshampoos

Bei der ganzen Auswahl an Hundeshampoos auf dem Markt, gibt es viele, die nicht gut für jeden Hund geeignet sind, da jeder eine andere Pflege benötigt.

Diese hängt vom Felltyp ab, von der Fellfarbe und Felllänge. Die Hautbeschaffenheit spielt ebenfalls eine große Rolle. Wenn der Hund eher fettige Haut hat, muss man ein anderes Shampoo verwenden als bei trockener Haut.

Es gibt auch Shampoos, die Schädlinge bekämpfen. Und ein allergisches Hautbild beim Hund muss ebenso berücksichtigt werden.

Folgende Übersicht soll einige Arten von Shampoos vorstellen:

Hautneutrale Shampoos

Ein hautneutrales Shampoo schont die Hundehaut und lässt den Schutzmantel bestehen.

Man kann nicht immer auf den Shampooflaschen lesen, ob es pH- neutral ist. Gute Shampoos werden als hautfreundlich und feuchtigkeitsspendend verkauft. Damit zeigen sie, dass auf die Erhaltung des Schutzfilms geachtet wird.

Spezialshampoos gegen Flöhe

In Spezialshampoos sind Inhaltsstoffe wie Pyridin-2-thiol 1-oxid und Natriumsalz.

Sie eignen sich für eine Pilzbehandlung und Milbenbehandlung. Auch bei Flöhen sind sie wirksam. Außerdem lindern sie den dadurch entstehenden Juckreiz. Am besten wirken sie für die Beseitigung der Flöhe, wenn das Shampoo in Verbindung mit einem Milbenmittel angewendet wird.

Diese Spezialshampoos bringen eine biozide Wirkung mit sich und wirken weiterhin als zukünftiger Schutz gegen Parasiten.

Kokosöl als Inhaltsstoff in Shampoos beugt natürlich einem Parasitenbefall vor.

Shampoos für langhaarige Hunde

Shampoos mit Kokosöl oder anderen Ölen sind besonders für langhaarige Hunde geeignet. Denn sie sorgen für leichte Kämmbarkeit und Geschmeidigkeit. Zusätzlich machen sie das Fell glänzender.

Shampoos für die Hautpflege

Inhaltsstoffe wie Aloe Barbadensis Blattsaft und Ringelblume wirken feuchtigkeitsspendend. Somit wird eine Austrocknung der Haut vermieden. Shampoos mit diesen Bestandteilen schützen die Haut des Hundes. Des Weiteren beugen sie sprödem Fell vor und machen es seidig glänzend.

Shampoos gegen Juckreiz

Enthält ein Shampoo Aloe Vera oder Kokosnuss- Extrakt, hilft es besonders gegen trockene und beanspruchte Haut. Das beugt Juckreiz vor. Enthält das Shampoo auch noch Kamillenextrakte, wird die Hautbarriere zusätzlich gestärkt und es wirkt antimikrobiell.

Es gibt auch pflegende Basisshampoos oder hautberuhigende Shampoos. Diese garantieren eine milde Reinigung der Hundehaut.

Haben Hunde Hautkrankheiten, muss man ein geeignetes Shampoo wählen. Generell sollte man immer mit seinem Tierarzt absprechen, welches Produkt das Richtige für den Hund ist.

Hundeshampoo-selbermachen

Rezept – Wie man Hundeshampoo selber herstellt

Sind einem die zum Verkauf gebotenen Shampoos zu teuer, kann man ganz leicht aus natürlichen Inhaltsstoffen selbst eines herstellen.

Eine Verwendung von Flüssigseifen, die naturbelassen sind, ist hier wichtig. Diese sind nämlich ohne Farbstoffe, tierische Fette und anderweitige Zusatzstoffe und basieren auf rein pflanzlicher Basis.

Allgemeines Rezept für ein Hundeshampoo

  • 1 Tasse Apfelessig
  • 1 Tasse sulfatfreie und pflanzliche Flüssigseife
  • 1 Liter Wasser
  • ⅓ Tasse Glycerin

Alle Zutaten sind gut zu vermischen und in eine Sprühflasche zu füllen.

Eine Variation der Grundmischung ist möglich. Zum Beispiel kann man mit einigen Tropfen Teebaumöl oder Lavendelöl Zecken und Flöhen entgegenwirken. Ein Teelöffel Aloe Vera Gel lindert Juckreiz. Nimmt man einen Teelöffel Öl (Olivenöl, Sesamöl, Mandelöl) wird das Haarkleid gepflegt und die Kämmbarkeit verbessert. Zudem gibt es einen schönen Glanz.

Hundeshampoo Rezept für Hunde mit normalem Fell

  • 4 Tassen heißes Wasser
  • 3- 4 Esslöffel Seifenraspeln
  • 1 Tasse Apfelessig oder weißen Essig

Die Seifenraspeln sind in dem heißen Wasser aufzulösen und der Essig wird hinzugefügt. Anschließend füllt man die Flüssigkeit in eine Sprühflasche und schüttelt sie vor dem Gebrauch gut.

Anstatt der sulfatfreien Flüssigseife ist es auch möglich, eine entsprechende Stückseife zu raspeln.

Shampoo für Hunde mit langem Fell

  • 1 Tasse Apfelessig
  • 1 Tasse sulfatfreier Seife
  • 1 Teelöffel Öl
  • 1/3 Tasse Glyzerin

Wenn man Glyzerin und Öl hinzufügt, verbessert es die Kämmbarkeit und es gibt einen schönen Glanz des Hundefells.

Da dieses Shampoo ziemlich ergiebig ist, genügt eine kleine Menge. Die Reinigungswirkung ist nämlich sehr gut.

Bevor man ein Shampoo verwendet oder falls man sich unsicher ist, sollte man immer Rücksprache mit dem Tierarzt halten.

Vor allem, wenn der Hund Parasiten oder Ungeziefer, Fellprobleme oder Hautprobleme hat.

Ansonsten stehen viele verschiedene Produkte zur Auswahl, die je nach Rasse und Besonderheit des Hundes angewendet werden können.