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Die häufigsten Fellprobleme bei Katzen

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Foto: angelp / depositphotos.com

Nicht nur Langhaarkatzen brauchen eine gewisse Fellpflege, sondern auch Rassen mit kürzerem Fell. Denn wie auch beim Hund kann man bei der Katze durch die Beschaffenheit von Haar und Haut sofort erkennen, wenn etwas nicht stimmt.

Fell und Haut haben wichtige Schutzfunktionen bei der Katze. Stimmt etwas mit dem Stoffwechsel nicht, dann bilden sich schnell Krankheiten. Und auch bei der Katze ist die Haut das größte Organ.

Sie schützt die Haut dabei nicht nur vorm Austrocknen, sondern dient auch zur Ausscheidung von Talg, Schweiß und Hormonen. Gleichzeitig ist sie ein wichtiges Sinnesorgan. Stimmt also etwas nicht, können das Gleichgewicht und generell natürlich die Lebensqualität der Katze aus dem Ruder geraten.

So ist die Haut der Katze aufgebaut

In den einzelnen Talgdrüsen befinden sich die sogenannten Haarballen. Das sind aber nicht die üblichen Haarballen, die von Katzen ausgespuckt werden, sondern quasi die Wurzeln des Fells. Diese reichen bis in die unterste Hautschicht hinein.

Die Hautschichten sind wichtig für die Wahrnehmung der Katze, die ganze Sensorik wird darüber geleitet. In der darunterliegenden Unterhaut wird vor allem Fett gespeichert. Und dann gibt es noch die Lederhaut und Kutis, in der sich die Blutgefäße und auch Nervenenden befinden.

Ganz ähnlich wie bei uns Menschen also.

Und dafür ist sie verantwortlich

Aus jeder Öffnung eines Haarballs entspringt ein sogenanntes Leithaar, gleichzeitig kommen auch mehrere Grannenhaare daraus und Unterfell. Letzteres kennt man auch als Wollhaar. Das macht dann auch keinen Unterschied, wie lang das Fell der Katze wird.

Auch in der Wirkung des Haars macht es keinen Unterschied, ob es eine Langhaar- oder Kurzhaarkatze ist. Das Fell schützt den Körper der Katze. Einerseits werden Hitze und Kälte durch die Isolierung ferngehalten, andererseits wird der Kreislauf der Katze so auch vor Temperaturschwankungen geschützt.

Und zu guter Letzt wirkt sie natürlich schützend gegen oberflächliche Verletzungen. Gerade, da die Katze ein flinker Kletterer ist, stellt die Haut natürlich ihren wichtigsten Schutz dar. Ist sie gesund, verheilen Verletzungen auch schnell wieder, die sich durch zum Beispiel Zweige beim Herumstreifen, in die Haut ritzen.

Stumpfes Fell, Schuppen und offene Stellen – die häufigsten Fellprobleme bei Katzen

Das Fell kann stumpf sein, seinen Glanz verlieren, es kann schuppig sein oder auch direkt offene Stellen aufweisen. Die Symptome treten meist in Kombination miteinander auf und insbesondere, wenn sie plötzlich auftauchen, ist Alarmbereitschaft angesagt.

Generell sollten Sie Ihre Katze regelmäßig beim Streicheln auf Verletzungen überprüfen. Besonders dann, wenn es sich um ein Tier mit sehr üppigem Fell handelt.

Wichtiges Grundwissen zu Fellproblemen mit Katzen

  • Freigänger haben nur zweimal im Jahr einen großen Fellwechsel, reine Hauskatzen hingegen verlieren das ganze Jahr über viel Fell, weil sich ihr Organismus nicht auf die einzelnen Jahreszeiten einstellt.
  • Kratzt oder leckt sich die Katze häufiger, sind aber noch keine sichtbaren Veränderungen im Fell wahrzunehmen, sollten Sie Ihre Katze unbedingt weiter beobachten. Das kann ein Zeichen für entweder Parasiten/Ungeziefer oder auch eine Erkrankung sein!
  • Nicht nur Krankheiten, sondern auch Stress und andere psychische Faktoren können zu einem unschönen Fell führen!

Die häufigsten Gründe für Fellprobleme bei der Katze

Sehen wir uns nun einmal die häufigsten Ursachen für Fellprobleme bei der Katze an.

Allergien

Auch unter Katzen sind Allergien längst keine Seltenheit mehr. Gerade durch Probleme mit Fell und Haut zeigen sie sich bei den kleinen Samtpfoten.

Katzen haben hauptsächlich mit Futtermittelallergien zu kämpfen, die durch Trockenfutter entstehen. Konservierungsstoffe und Getreide sind problematische Inhaltsstoffe. Geben Sie Ihrer Katze hochwertiges Nassfutter mit mindestens 80 % Fleischanteil!

Fellwechsel

Der Fellwechsel ist natürlich keine Erkrankung, sondern etwas ganz Normales. Er kann jedoch problematisch werden, wenn er recht massiv ist. Das gilt insbesondere bei langhaarigen Katzenrassen.

Sie können Ihr Tier dabei unterstützen, indem Sie das Fell regelmäßig bürsten und der Katze eine Malzpaste zusätzlich mit dem Futter geben. Auch Katzengras kann ihr dabei helfen, verschluckte Haare leichter auszuscheiden.

Hautpilze

Bei Hautpilzen bilden sich großflächige kahle Stellen, die dann teils auch direkt offen sind, weil ein Juckreiz damit automatisch einhergeht. Da Pilze von Katzen zu anderen Tieren und auch auf den Menschen übertragen werden können, ist eine schnelle Handhabe wichtig.

Hygiene ist bei einem Pilzbefall oberstes Gebot. Nicht nur Schlafplatz und Decken müssen dann gut gereinigt werden, auch die Haut des Tieres muss möglichst sauber gehalten werden.

Der Tierarzt wird Ihnen ohnehin ein spezielles Mittel zur entweder äußerlichen oder innerlichen Anwendung der Katze verschreiben und Ihnen hierzu weitere Tipps geben können.

Mangelernährung

Das Thema der Ernährung hatten wir ja bezüglich der Allergien nun schon kurz.

Wenn das Futter nicht hochwertig ist und es nicht die Grundbedürfnisse der Katze füllt, dann stellen sich schnell Mangelerscheinungen ein. Das kann zu chronischen Erkrankungen führen, die oft schwerwiegende Schäden im ganzen Körper verursachen.

Stumpfes Fell ist in der Regel bereits ein Hinweis, dass ein Mangel für ganz essenzielle Nährstoffe besteht. Es muss also dringend behoben werden.

Ein Blutbild beim Tierarzt kann dabei herausfinden, wo genau der Mangel liegt.

Mangelerscheinungen anderer Natur

Wer seine Katze artgerecht füttert, sollte mit Mangelernährung zwar kein Problem haben, aber genetisch bedingte (damit also z.B. vererbte) Krankheiten können trotzdem zu Mangelerscheinungen führen.

Womöglich leidet die Katze an einer Autoimmunerkrankung und braucht spezielle Ergänzungsmittel.

Auch hier gilt: Ein Tierarzt kann Sie eingehend beraten.

Parasiten

Parasiten siedeln sich nicht nur auf dem Fell der Katze an (z.B. Flöhe, Milben, Haarlinge), sondern können auch in der Katze leben (z.B. Würmer).

Nicht nur Haut und Fell geben hier einen Hinweis darauf, dass etwas nicht stimmt, sondern auch die Stimmung oder das Fressverhalten werden sich verändern.

Insbesondere Würmer lassen sich durch eine Kotuntersuchung feststellen, bei Freigängern sollten prophylaktische Maßnahmen getroffen werden, etwa durch das Einreiben mit Kokosöl oder Zitronenwasser.

Verzichten Sie unbedingt auf Flohhalsbänder und ähnliches, das könnte gefährlich werden! Die Katze muss nur einmal in einem Busch hängenbleiben und würde sich womöglich erwürgen.

Kontrollieren Sie Freigänger außerdem regelmäßig auf einen Zeckenbefall.

Stress & psychische Faktoren

Stress oder andere psychische Probleme treten auch bei Katzen auf. Sie zeigen sich nicht nur durch Fellveränderungen, sondern auch durch sogenannte Coping Mechanismen. Beispielsweise, weil sich die Katze selbst Haare ausreißt, oder weil sie sich mehr als üblich putzt und leckt.


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